Sprossenturm - Keimapparat

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Für mich ist es ein Sprossenturm, aber offiziell werden solch aufeinander getürmte Keimschalen meistens "Keimapparat", "Keimbox" oder "Keimgerät" genannt.

Dabei bleibt mir zwar unklar, was daran ein Apparat sein soll, denn es gibt keine beweglichen Teile und keine Knöpfe zum Drehen oder Drücken, aber richtig ist, dass solche Keim-Apparate den Sprossenanbau ermöglichen.

Der Witz bei der Sache ist, dass man in die oberste Schale Wasser giesst und dieses Wasser läuft durch ein Loch in die darunterliegende Schale, von dort aus in die nächste Schale und am Schluss in die unterste Schale, die kein Loch am Boden hat.

Dadurch werden nacheinander alle Schalen gewässert und das in einem Arbeitsgang.

Die einzelne Schale eines Sprossenturms ist am Boden geriffelt, damit einerseits ein wenig Wasser in der Schale verbleibt, andererseits aber nicht der ganze Schalenboden nass ist.

An einer Seite ist ein Loch im Boden, über das sich eine durchlöcherte Spitze erhebt.

Durch dieses Loch fliesst das Wasser ab.

Die siebartige Spitze hält die Samen und Keimlinge zurück.

Von diesen Schalen gibt es pro Sprossenturm meistens drei Stück.

Darunter steht eine Bodenschale ohne Loch und oben drüber ein Deckel.

Zu Beachten

Obwohl der Sprossenturm dafür gedacht ist, dass man das Wasser nur in die oberste Schale giesst und es dann später aus der untersten Schale entfernt, gewinnen die Sprossen meistens enorm davon, wenn man sie regelmässig lüftet.

Daher nehme ich die Schalen des Sprossenturms öfter auseinander und giesse die Schalen einzeln. Die Sprossen bleiben dadurch deutlich länger frisch und gedeihen besser.

In den Sprossenschalen von Kunststoff-Sprossentürmen entwickelt sich durch das Keimwachstum eigene Wärme. Das ist bei kühler Zimmertemperatur meistens sehr praktisch, weil es das Wachstum der Sprossen fördert.

Nach Gebrauch wäscht man die Schalen des Sprossenturm am besten in der Spülmaschine, sofern das Material spülmaschinengeeignet ist. Die Spülmaschine reinigt nämlich besonders gründlich und das verhindert Sprossen-Gammeln bei der nächsten Benutzung. Wenn man keine Spülmaschine hat, sollte man die Schalen sehr gründlich und heiss reinigen.

Zwar wird immer gesagt, dass 2 mal Spülen am Tag ausreicht. Aber bei manchen Samen oder wenn es warm ist, sollte man 3 mal oder sogar noch öfter spülen.

Das Wasser in der untersten Schale kann man weggiessen oder zum Blumengiessen verwenden.

Anleitung am Beispiel der Alfalfa-Sprossen

  1. Für die Anzucht im Sprossenturm nimmt man ein bis drei Esslöffel Samen.
  2. Grössere und härtere Samen muss man zunächst zwischen 4 und 12 Stunden einweichen.
  3. Kleine Samen wie Alfalfa, Senf, Rauke, Leinsamen oder Sesam braucht man nicht einzuweichen.
  4. Dann verteilt man die Samen auf einer Schale des Sprossenturms.
  5. Die Schale wird auf den Sprossenturm gestapelt und mit Wasser geflutet.
  6. Wenn das Wasser unten angekommen ist, wird es abgegossen.
  7. Die angehenden Sprossen werden 2 bis 3 mal täglich gewässert.
  8. Nach drei bis vier Tagen sind die Alfalfa-Keimlinge meistens schon mehrere Zentimeter lang.
  9. Noch sind sie in erster Linie weiss. Nach und nach bilden sich oben kleine, grüne Blättchen.
  10. Bei vielen anderen Pflanzenarten geht das Wachstum sogar noch schneller. Manche kann man schon nach 3 bis 4 Tagen ernten.
  11. Nach etwa sieben Tagen sind die Alfalfa-Sprossen fertig und erntereif.
  12. Man kann sie beispielsweise auf Brot essen.

Foto-Anleitung

Für die Anzucht im Sprossenturm nimmt man ein bis drei Esslöffel Samen.

Hier: die feinen Alfalfa-Samen


Grössere und härtere Samen muss man zunächst zwischen 4 und 12 Stunden einweichen.

Kleine Samen wie Alfalfa, Senf, Rauke, Leinsamen oder Sesam braucht man nicht einzuweichen.


Dann verteilt man die Samen auf einer Schale des Sprossenturms.

Die Schale wird auf den Sprossenturm gestapelt und mit Wasser geflutet.

Wenn das Wasser unten angekommen ist, wird es abgegossen.

Die angehenden Sprossen werden 2 bis 3 mal täglich gewässert.


Nach drei bis vier Tagen sind die Alfalfa-Keimlinge meistens schon mehrere Zentimeter lang.

Noch sind sie in erster Linie weiss. Nach und nach bilden sich oben kleine, grüne Blättchen.

Bei vielen anderen Pflanzenarten geht das Wachstum sogar noch schneller. Manche kann man schon nach 3 bis 4 Tagen ernten.


Nach etwa sieben Tagen sind die Alfalfa-Sprossen fertig und erntereif.

Man kann sie beispielsweise auf Brot essen.




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